Als Pflegefamilie in der Bereitschaftspflege entlasten Sie die Eltern vorübergehend von familiären Verpflichtungen. Eine schwere Krankheit, eine handfeste Ehekrise, Armut, psychische Probleme oder die Suchterkrankung eines Elternteils können Hintergrund sein, warum ein Kind nicht zuhause versorgt werden kann. In vielen Fällen dient die Unterbringung aber auch dazu abzuklären, wie es für das Kind weitergeht. Kehrt es zu seinen Eltern zurück? Ist die häusliche Krise so dramatisch, dass für das Kind ein neuer Lebensmittelpunkt gesucht werden muss? Kinder brauchen in dieser Zeit viel Geduld und Unterstützung. Sie benötigen einen geschützten Raum, um die Unsicherheit ihrer Lebenssituation möglichst unbeschadet überstehen zu können. Die Unterbringung eines Kindes in Bereitschaftspflege dauert maximal sechs Monate. Sie sollten daher eher liebevolle BegleiterInnen der Kinder sein als Ersatzeltern. Und Sie sollten bereit sein, Ihre Berufstätigkeit eine Zeit lang zurückzustellen. Es ist ein hohes Maß an Stabilität und Selbstvertrauen nötig, um sich immer wieder von Neuem auf ein Kind einzustellen und sich von ihm wieder zu verabschieden. Auf Ihre Tätigkeit werden Sie von uns intensiv vorbereitet, kontinuierlich beraten und fortgebildet. Sie erfahren, wie es gelingen kann, den Kindern ein zeitlich befristetes Zuhause zu geben.
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