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Betreuungsformen Drucken E-Mail
Es gibt unterschiedliche Betreuungsformen. Wenn Sie ein Kind für einige Jahre bei sich aufnehmen, spricht man von Dauerpflege. Es ist möglich, elterndass die Kinder nach einer vorab festgelegten Zeit wieder zu den Eltern zurückkehren. Es ist aber ebenso möglich, dass sie bei Ihnen bleiben, bis sie erwachsen sind. Wichtig ist, dass Sie die Herkunft des Kindes respektieren, auch wenn Ihnen manche Verhaltensweisen der Eltern vielleicht fremd erscheinen. Der Kontakt zu den Eltern ist für die Kinder eine wichtige Voraussetzung, damit sie sich später mit ihrer Geschichte und mit ihrer Herkunft auseinander setzen können.
Wenn Sie Kinder im Wechsel und jeweils nur für einige Wochen oder Monate aufnehmen, spricht man von Bereitschaftspflege oder zeitlich befristeter Vollzeitpflege. Entscheiden Sie sich für eine dieser Pflegeformen,  entlasten Sie die Eltern vorübergehend von familiären Verpflichtungen. Eine schwere Krankheit in der Familie, eine handfeste Ehekrise, Armut, psychische Probleme oder die Suchterkrankung eines Elternteils können Hintergrund sein, warum ein Kind nicht ausreichend versorgt werden kann. Auf Ihre Tätigkeit werden Sie von uns intensiv vorbereitet. Sie erfahren, wie es gelingen kann, den Kindern ein zeitlich befristetes Zuhause zu geben.
Als
PatInnen leisten Sie eine Art Nachbarschaftshilfe für Kinder, deren Eltern psychisch krank oder noch sehr jung sind. Die Kinder leben zuhause, können aber zu vorab vereinbarten Zeiten zu Ihnen kommen, sich aussprechen und ihre Sorgen und Nöte mit Ihnen teilen. In Krisenzeiten nehmen Sie die Kinder auch Tag und Nacht bei sich auf. Es ist wichtig, dass Sie bereit sind, mit den Müttern zusammen zu arbeiten, damit die Kinder nicht in Loyalitätskonflikte geraten. Als PatIn sind Sie aber nicht für die Probleme der Mütter zuständig, Sie sind in erster Linie für die Kinder da.
 
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