Patenschaften für junge Flüchtlinge

Die Lebenssituation im Exil ist für Kinder und Jugendliche, die allein nach Deutschland geflohen sind, eine große Belastung. Sie haben oft Krieg und Terror erlebt, müssen die Trennung von ihren Familien verkraften und vielfach jahrelang um ihr Bleiberecht fürchten. Zugleich sind sie mit der Anforderung konfrontiert, eine neue Sprache zu lernen, im deutschen Schul- und Ausbildungssystem zurechtzukommen und sich mit einem ungewohnten gesellschaftlichen Umfeld vertraut zu machen.

 

Begleiten Sie den Start in ein neues Leben

Als Patin oder Pate stehen Sie einem jungen Flüchtling neben beruflichen Betreuern als persönliche Bezugsperson zur Seite. Sie sind Ansprechpartner für alltägliche Fragen und Sorgen. Durch gemeinsame Unternehmungen helfen Sie den Jugendlichen, ihre Umgebung kennenzulernen und neues Vertrauen aufzubauen. Sie unterstützen sie dabei, in der Gesellschaft anzukommen und eine Zukunftsperspektive zu entwickeln.

 

Das PFIFF-Projekt Patenschaften für junge Flüchtlinge wird gefördert durch:

> Pate werden

Wenn Sie eine Patenschaft übernehmen wollen, sollten Sie Freude am Umgang mit Jugendlichen haben und aufgeschlossen auf Menschen mit Fluchterfahrungen zugehen. Begegnen Sie dem jungen Menschen auf Augenhöhe und haben Sie ein offenes Ohr. Durch den Austausch von Erfahrungsschätzen können Sie gemeinsam neue Perspektiven gewinnen.

 

Für eine Patenschaft bringen Sie idealerweise Folgendes mit:

  • Bereitschaft, sich (mindestens) ein Jahr verlässlich zu engagieren,
  • zwei bis drei Stunden Zeit pro Woche,
  • Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen,
  • Offenheit für die Lebenswelt von Geflüchteten,
  • Freude am Austausch von Erfahrungen,
  • Verständnis für psychische und emotionale Belastungen,
  • Verlässlichkeit und Kooperationsbereitschaft,
  • erweitertes Führungszeugnis.

> Pate sein

PFIFF steht Ihnen während Ihrer Patenschaft begleitend zur Seite und unterstützt Sie mit Anregungen und Informationen.

Wie Sie Ihre gemeinsame Zeit verbringen, entscheiden Sie zusammen mit dem Jugendlichen. Sehen Sie sich eher als Helfer im Alltag, beim Lernen oder bei Terminen in Behörden oder Institutionen? Oder möchten Sie die Freizeit aktiv gestalten, wie etwa mit Ausflügen, Sport oder dem Besuch von Veranstaltungen? Zeigen Sie dem jungen Menschen, was man in seinem neuen Umfeld unternehmen kann. Vielleicht gibt es auch eine Lieblingsbeschäftigung, die Sie gemeinsam in den Mittelpunkt stellen möchten.

 

Als gemeinsame Aktivitäten eignen sich etwa:

  • Veranstaltungen besuchen, Sport, Kochen
  • Stadt und Umland erkunden,
  • Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache,
  • Nachhilfeunterricht,
  • Unterstützung bei der Berufsorientierung, Ausbildung oder Erwerbstätigkeit,
  • Begleitung bei Arztterminen
  • Behördengänge.

 

Wenn Sie eine Patenschaft übernehmen, unterstützen wir Sie durch:

  • individuelle Begleitung der Patenschaft durch hauptamtliche Fachkräfte,
  • themenspezifische Fortbildungen,
  • Patenabende zum Austausch von Erfahrungen,
  • Vernetzung von Patinnen, Paten und Jugendlichen.

> Kontakt

Für einen ersten Kontakt wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 040.41 09 84-60 oder per E-Mail.

 

Ansprechpersonen in unserem Patenteam junge Flüchtlinge: 

Anja Hense
040.41 09 84-69 E-Mail
Adam Muminovic 040.41 09 84-82 E-Mail

 

>> Unsere nächsten Informationsveranstaltungen <<

 

Fachtag „GemEinsam zuständig!“ Hinschauen und handeln für Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern.

 

PFIFF organisiert gemeinsam mit Institutionen aus den Bereichen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie den Fachtag „GemEinsam zuständig!“ Hinschauen und handeln für Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern.

 

Datum: 29.8.2018 in Hamburg im Universitätsklinikum Eppendorf.


Den Folder zur Veranstaltung können Sie hier aufrufen.

 

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