Einem Kind einen verlässlichen Lebensmittelpunkt bieten
PFIFF engagiert sich seit vielen Jahren dafür, dass Kinder mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in familiärer Geborgenheit aufwachsen können – auch dann, wenn ihre Eltern sie nicht betreuen können. Unsere Pflegefamilien sind im norddeutschen Raum zuhause.
Wir suchen Familien, Paare, Alleinerziehende oder Einzelpersonen, die Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung einen verlässlichen familiären Lebensort bieten, wenn dies in ihrer Familie nicht gegeben ist. Tragfähige Beziehungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines jeden Kindes. Durch die familiäre Betreuung bieten Sie einem Kind die Chance auf verlässliche Bindung. Das Umfeld einer Familie mit all seiner Vielfalt gibt dem Kind die Geborgenheit und den schützenden Rahmen, den es braucht, um sich gut entwickeln zu können.
Wenn Sie ein Kind mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung in Ihre Familie aufnehmen wollen, sollten Sie folgende Fähigkeiten mitbringen:
eine medizinische, psychologische, pflegerische oder pädagogische Vorbildung
Freude am Zusammenleben mit behinderten Kindern
Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Familie
intensive Kooperation mit dem PFIFF-Fachdienst Sonderpflege sowie Ämtern, Mediziner:innen, Therapeut:innen und Pädagog:innen
ein gutes soziales Netzwerk, das Sie als Pflegefamilie unterstützt und entlastet
Belastbarkeit, Gelassenheit, Toleranz und Humor
In der sonderpädagogischen Vollzeitpflege ist es Voraussetzung, dass Sie sich als Pflegestelle qualifizieren und anerkennen lassen. Gerne besprechen wir mit Ihnen, welche Möglichkeiten Sie entsprechend Ihrem Wohnort haben. Sie haben bereits Pflegekinder in Ihrer Familie betreut und haben den Wunsch, wieder oder ein weiteres Kind mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung bei sich aufzunehmen? In einem Gespräch klären wir mit Ihnen, welche Schritte notwendig sind.
Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen bringen jeweils unterschiedliche Fähigkeiten, aber auch Bedarfe mit. Jedes Kind ist einzigartig und die Auswirkungen und Herausforderungen von Behinderungen und Krankheiten im Alltag einer Pflegefamilie sind vielfältig. UnserFachdienst Sonderpflege begleitet Sie sowohl in der Vorbereitung für die Aufnahme eines Kindes mit Behinderungen als auch während Ihres Engagements mit Beratung, Fortbildungen oder auch bei Anträgen, wie etwa für Reha-Hilfsmittel oder Therapien. Des Weiteren bieten wir Ihnen:
einen Vertrag mit dem zuständigen Jugend- oder Sozialamt, der Ihren Bedürfnissen entgegen kommt
eine angemessene finanzielle Ausstattung
eine enge Anbindung an unseren Fachdienst
regelmäßige Angebote zur Fortbildung und Supervision
Unser Ziel ist Ihre bestmögliche Unterstützung, damit Sie möglichst viel Zeit für die Betreuung des Kindes haben.
Vermittlungsanfragen von Jugend- und Sozialämtern
Sprechen Sie uns gern an, wenn Sie für ein Kind mit Behinderung oder chronischer Erkrankung eine Pflegefamilie suchen. Unser Fachdienst Sonderpflege bietet Jugendämtern und Sozialämtern:
qualifizierte und belastbare sonderpädagogische Pflegefamilien mit pflegerischer, medizinischer, psychologischer oder pädagogischer Vorbildung
ein erfahrenes Team mit spezialisierten Fachkräften, das die Pflegefamilien engmaschig und kompetent begleitet und entlastet
Sie überlegen einem Kind oder Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung ein sicheres Zuhause zu bieten, haben aber noch jede Menge offene Fragen? In unseren FAQ beantworten wir immer wiederkehrende Fragen und geben erste Einblicke in diese Pflegeform.
Wer kann Pflegefamilie der Sonderpflege werden?
Pflegefamilien sind so vielfältig wie die Kinder, um die es geht! Als Pflegeeltern können Sie alleinstehend oder ein Paar sein, die Familienkonstellation spielt hier keine Rolle. Entscheidend ist, dass Sie auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen können, das Ihnen anvertraut wird. Es ist wichtig, dass alle Familienmitglieder mit der Aufnahme eines Pflegekindes einverstanden sind, also auch die Kinder. Ein Pflegekind braucht vor allem zu Beginn viel Aufmerksamkeit. Deshalb soll es in der Regel das jüngste Kind in der Familie sein.
Benötigt man als Pflegeeltern eine bestimmte Berufsausbildung für die Sonderpflege?
Nein, eine spezielle berufliche Qualifikation ist für die Sonderpflege von Kindern mit besonderen Bedürfnissen nicht zwingend notwendig. Allerdings ist eine medizinische, psychologische, pflegerische oder pädagogische Vorbildung wünschenswert. Des Weiteren ist ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, soziale Kompetenz sowie die Offenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Fachstellen wichtig. Ausschlaggebend ist die Fähigkeit, auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes einzugehen und es in seiner Entwicklung angemessen zu unterstützen.
Gibt es eine Altersgrenze für Pflegeeltern der Sonderpflege?
Nein, es gibt keine starre Altersgrenze. Entscheidend ist, ob die Pflegeeltern das Kind so begleiten können, wie es nötig ist.
Wie viele Kinder darf eine Sonderpflegefamilie gleichzeitig betreuen?
Es wird für jede Pflegefamilie individuell geprüft, was für alle Beteiligten geeignet ist.
Wie sind wir als Sonderpflegefamilie finanziell abgesichert? Kann die Hauptbetreuungsperson berufstätig sein?
Pflegefamilien der Sonderpflege erhalten ein angemessenes Honorar, weil die Pflege von Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung mit erhöhtem Aufwand verbunden ist. Ob eine Berufstätigkeit der Hauptpflegeperson möglich ist, hängt vom Betreuungsbedarf des Kindes ab.