Traumasensibel und bindungsorientiert im Alltag - Präsenz

Datum
Do., 25.06.2026
Uhrzeit
19:00 - 21:30 Uhr
Dauer
1 Termin

Verstehen heißt nicht unbedingt, einverstanden zu sein, es heißt hinzusehen, was uns mit diesem Verhalten gesagt werden soll.
Mit diesem Gedanken nähern wir uns dem Thema, das Pflegeeltern im Alltag tief berührt: dem Verstehen von Verhalten, das aus früheren Beziehungserfahrungen entstanden ist. Viele Pflegekinder reagieren aufgrund traumatischer Erfahrungen mit Mustern, die nach außen herausfordernd wirken, innerlich jedoch Ausdruck von Schutz, Not und Überforderung sind.

Die Fortbildung zeigt auf, wie Trauma das kindliche Nervensystem beeinflusst, welche Selbstschutzstrategien Kinder entwickeln und warum bestimmte Verhaltensweisen im Alltag immer wieder auftreten. Im Mittelpunkt steht dabei, scheinbar schwieriges Verhalten als sinnvolle Reaktion auf frühere Erfahrungen zu erkennen und die dahinterliegenden Bedürfnisse wahrzunehmen. Pflegeeltern erfahren, wie eine bindungsorientierte Haltung Sicherheit, Orientierung und emotionale Entlastung schaffen kann. Ziel ist es, Pflegeeltern zu stärken, traumabedingtes Verhalten einzuordnen und ihren Kindern mit mehr Verständnis, Gelassenheit und Beziehungssicherheit zu begegnen.

Referentin: Melanie Babst
Diplom-Sozialpädagogin mit einer Weiterbildung in bindungsorientierter Traumapädagogik sowie einer Zusatzqualifikation in Kommunikationspsychologie nach Schulz von Thun. Sie arbeitet als selbstständige Dozentin in der Erwachsenenbildung.

Veranstaltungsort

PFIFF gGmbH, Brauhausstieg 15 - 17, 22041 Hamburg. Die Seminarräume sind im 2. Stockwerk.

Dozent:in

Berthold Glauer-Voß


Melanie Babst